Redaktion: Seit wann gibt es Überlegungen für ein nationales Jugendzentrum?
S. Schmidtke:
Die Überlegungen sind Ende 2002 bzw. Anfang 2003 in dem Bezirk
Treptow-Köpenick und auch teilweise in Neukölln, Rudow getroffen
worden. Wir hatten damals das Problem, als wir ebenfalls noch
Jugendliche waren, so zwischen 16-18 Jahren, keinen Zugang zu
bestehenden Jugendzentren zu erhalten. Es ging dabei immer um die
gleichen Themen, so z.B. Londsdale-Pullover, Thor-Steinar Klamotten
oder New Balance Schuhe, die schon auf Ablehnung der Sozialpädagogen
aus den 68iger getroffen sind. Da es selbst bei diesen Kleinigkeiten
erhebliche Probleme gab und es bei verbalen Auseinandersetzungen nicht
blieb, mussten wir reagieren. Nachdem die ersten Hausverbote sowie
Platzverbote in den Jugendzentren ausgesprochen wurden, mussten wir uns
etwas einfallen lassen. Daher hatten wir uns gedacht, gut wenn wir halt
in keine anderen Jugendzentren mehr reinkommen, dann brauchen wir ein
eigenes Jugendzentrum, in dem nicht mit Drogen Geschäfte gemacht werden
und in dem es klare Regeln und Gesetze zum Wohl aller und nicht
einzelner geben wird.
Redaktion: Warum
setzt ihr euch für ein nationales Jugendzentrum ein und nicht für eine
Begegnungsstätte für alle Jugendliche, egal welcher Herkunft sie sind ?
S. Schmidtke:Das
versteht sich schon mit der ersten Frage eigentlich fast von selbst, da
wir selber nicht mit irgendwelchen kriminellen Ausländern oder generell
Menschen mit anderer Herkunft in einem Jugendzentrum sitzen wollen.
Dieses ist kulturell und biologisch begründet. Jene Menschen sind eben
anders, von der Mentalität und ihrer ganzen Art uns absolut fremd. Jede
Volksgruppe hat ein eigenes Temperament, eine eigene Geschichte und
Wurzeln, die Traditionen sind doch eben sehr verschieden und nicht zu
leugnen, so das es eine Frage der Zeit ist, welches sich Spannungen und
Konkurrenzverhalten bis zum Siedepunkt kaum vermeiden lassen, ohne das
eine ethnische Gruppe auf ihr Selbstbestimmungsrecht verzichten würde.
Daher ist es natürlich verkehrt, das alle in einem Jugendzentrum
zusammen hocken. Schlimm genug ist es schon, dass es überhaupt
Jugendzentren für Einwohner anderer Kulturen oder sonstiges hier in
Berlin zu Massen gibt und diese zusätzlich noch mit Millionen Euro pro Jahr gefördert werden.
Redaktion: Welche Aufgaben und Ziele werden mit der Schaffung dieses Jugendzentrums verfolgt?
S. Schmidtke: Erstes
Ziel ist natürlich, dass wir damit die Jugendlichen, so wie uns damals,
aus dieser BRD- Multikultur-Gesellschaft raus ziehen und unseren
Volksgenossen ein anderes, ein selbstbestimmtes und freies Leben als
Deutsche aufzeigen und ermöglichen wollen. Wir wollen nicht in
irgendwelche Moscheen, getarnt als tolerantes Jugendzentrum einkehren
und dort uns den Koran oder ähnliches anhören. Genauso wenig nur diese
englische Musik im Radio, die gemischte Deutsche Sprache
(Deutsch-Türkisch) oder Lobeshymnen auf andere Kulturen und Völker. Die
Verwirklichung von uns selbst hat oberste Priorität.
Redaktion: Wie steht es mit der Umsetzung eines solchen Zentrums?
S. Schmidtke:Da
muß man generell weiter zurück blicken. 2002/ 2003 als alles angefangen
hat. Da war die Umsetzung ganz anders geplant. Der damalige Initiator
bzw. die damaligen Initiatoren, die es versucht hatten, haben es auf
eine andere Art und Weise probiert, wie wir heute. Sie wollten als
gemeinnütziger Verein über den Bezirk Treptow/Köpenick an ein
nationales Jugendzentrum herankommen. Ob es am fehlenden Arrangement
oder Einsatzbereitschaft gelegen hat, möchte ich erstmal im Raum stehen
lassen. In jedem Fall ist es nicht mal zu der Vereinsgründung gekommen.
Obwohl sie über Monate und teilweise Jahre geplant war. Von daher ging
es mit der Umsetzung, durch die eventuelle Förderung eigentlich schon
in die Hose, bevor sie begonnen hatte. An die Förderung hat meines
Erachtens niemals (zu Recht) jemand geglaubt. Inzwischen ist geplant,
da wir keine Hilfe vom Staat erwarten und annehmen, dieses
Jugendzentrum selbst zu finanzieren. Wir werden nicht betteln und auf
Gelder dieses Staates angewiesen sein, sondern uns unser Jugendzentrums
für unsere Jugend erkämpfen (müssen).
Redaktion: Was wird für die Umsetzung getan?
S. Schmidtke: Generell
kann man zu der Umsetzung sagen, es muss auf jeden Fall Geld gesammelt
werden, damit man dieses Zentrum finanzieren kann. Es gibt inzwischen
erfreulicherweise viele Spender, die allerdings leider noch nicht den
Mut aufbringen, dieses offiziell zu vertreten. Dennoch sind wir überaus
froh, sie an unserer Seite zu wissen, denn jeder Pfennig und jeder
Volksgenosse zählt. Des Weiteren behalten wir uns noch andere Optionen
offen. Die nun alle zu erwähnen, in einer Zeitung mit dieser großen
Auflage, wäre ziemlich unklug. Der Staat und dessen Vertreter würden
bei bekannt werden wieder einmal versuchen, uns etwaige Knüppel
zwischen die Beine zu hauen. Über Spendengelder oder Sachwerte können
wir uns bisher nicht beschweren, dennoch reicht es leider noch nicht,
um dieses Projekt auch über einen gewissen Zeitpunkt hinaus halten zu
können.
Redaktion: Möchte der Bezirk bzw. dessen Vertreter euch in irgendeiner Form unterstützen?
S. Schmidtke: Diese
Frage wurde in einem anderen Zusammenhang bereits beantwortet. Wir
werden vom Bezirk nichts sehen und wir wollen nichts geschenkt bekommen
von diesen unmenschlichen Vertretern der multikulturellen Gesellschaft.
Redaktion: Wie sind die realistischen Möglichkeiten diese Forderung des nationalen Jugendzentrums in die Tat umzusetzen?
S. Schmidtke: Die
Möglichkeiten sind äußerst realistisch. Vor allem seit dem wir die Idee
hatten, mit der Selbstfinanzierung. Natürlich kann man mit 1000 Euro
kein solches Zentrum errichten. Es geht natürlich in ganz andere
Dimensionen. Wir sind aber auf einem sehr guten Wege unser Ziel in
ferner Zukunft zu erreichen.
Redaktion: Habt Ihr schon ein Objekt in Aussicht?
S. Schmidtke: Leider
haben wir bisher noch kein richtiges gefunden. Wir müssen uns zum
größten Teil an Zwangsversteigerungen halten und dieses ist gar nicht
so einfach. Wir haben die bisherigen Geldmittel natürlich nur in
begrenzter Form und da muss es natürlich absolut hart durchgerechnet
und durchkalkuliert sein. Man darf sich in diesem Augenblick keinen
Fehler erlauben. Deswegen setzen wir uns dabei selbst nicht so unter
Druck. Dieses Zentrum soll ja für die nächsten Jahre da sein.
Redaktion: Ihr selber seit gar nicht mehr so jugendlich, warum dann dieser Einsatz für dieses Zentrum.
S. Schmidtke: Ganz
klar, wir wollen Perspektiven und Zukunft, sofern es uns eben möglich
ist, für unsere Jugend schaffen. Anlauf- und Treffpunkt soll es sein,
genauso zum gemütlichem Beisammensein, Austausch von Erfahrungen dienen
und Hilfestellungen anbieten um sich in dieser kalten, kranken Zeit
zurecht zu finden. Die nächste Generation soll es besser haben, wir
werden Brücken bauen zwischen allen Altersklassen. Die Jugend soll sich
wieder selbst finden, die alten Respektieren und begreifen, welch
Schicksal jedem einzelnen bevor steht. Dieses Gefühl, der Gemeinschaft
anzugehören und diese dann auch zu leben ist ein hohes Gut, welches die
Natur uns Menschen mitgegeben hat und die uns Jahrtausende vor dem
Aussterben bewahrt hat. Auf die „Gemeinschaft“ mit Jimmy und Jonny bei
einer Bong können wir sehr gut verzichten.
Redaktion: Wenn jemand Interesse hat wie und womit hat er die Möglichkeit euer Anliegen zu unterstützen?
S. Schmidtke: Vorerst
befindet sich dieses Anliegen im Moment natürlich auf unserer
Weltnetzpräsents unter www.demo-berlin.net oder www.nw-berlin.net .
Dort sind ebenfalls Telefonnummern zur Kontaktaufnahme angegeben,
einfach anrufen, wir beißen nicht. Das Gespräch mit uns ruhig suchen,
es gibt viele Arten der Unterstützung oder vielleicht hat jemand
Vorschläge zur Verbesserung des Ganzen. Ein einfaches Spendenkonto
bleibt uns von staatlicher Seite jedoch vorerst verwährt, daran wird
allerdings ebenfalls gearbeitet um dieses Manko abzustellen. Als
Vertreter dieser Kampagne danke ich euch für dieses Gespräch und die
Möglichkeit, unserem Anliegen auch auf diesem Wege Nachdruck zu
verleihen.
Am 6. Dezember 2008 findet
der jährliche Höhepunkt von der Kampagne statt. Fast ein halbes Dutzend
mal wurde dieser bereits erfolgreich bestritten. Auch dieses Jahr
hoffen die Veranstalter der Demonstration auf einen regen Zustrom der
Teilnehmer. Wir rufen die Bürger von Berlin auf: Geht am 6. Dezember
auf die Straße! Fordert das für die heutige Jugend ein, was wir nie
hatten - Perspektive!