Start Berlin Aktuelle Nachrichten Jugend braucht Perspektiven - Im Gespräch mit Sebastian Schmidtke
Jugend braucht Perspektiven - Im Gespräch mit Sebastian Schmidtke PDF Drucken E-Mail
Aktuelle Nachrichten
Dienstag, den 30. November 1999 um 00:00 Uhr
 
Um die Werte der deutschen Jugend zu bewahren, steht er seit 6 Jahren unter der Thematik "Jugend braucht Perspektive" Tag für Tag jedem Bürger auf etlichen Veranstaltungen Rede und Antwort. Die Redaktion des Berliner Boten wollte die genauen Hintergründe seiner Kampagne erfahren und traf sich mit ihm zu einem Gespräch.
 

Redaktion: Seit wann gibt es Überlegungen für ein nationales Jugendzentrum?

S. Schmidtke: Die Überlegungen sind Ende 2002 bzw. Anfang 2003 in dem Bezirk Treptow-Köpenick und auch teilweise in Neukölln, Rudow getroffen worden. Wir hatten damals das Problem, als wir ebenfalls noch Jugendliche waren, so zwischen 16-18 Jahren, keinen Zugang zu bestehenden Jugendzentren zu erhalten. Es ging dabei immer um die gleichen Themen, so z.B. Londsdale-Pullover, Thor-Steinar Klamotten oder New Balance Schuhe, die schon auf Ablehnung der Sozialpädagogen aus den 68iger getroffen sind. Da es selbst bei diesen Kleinigkeiten erhebliche Probleme gab und es bei verbalen Auseinandersetzungen nicht blieb, mussten wir reagieren. Nachdem die ersten Hausverbote sowie Platzverbote in den Jugendzentren ausgesprochen wurden, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Daher hatten wir uns gedacht, gut wenn wir halt in keine anderen Jugendzentren mehr reinkommen, dann brauchen wir ein eigenes Jugendzentrum, in dem nicht mit Drogen Geschäfte gemacht werden und in dem es klare Regeln und Gesetze zum Wohl aller und nicht einzelner geben wird.


Redaktion: Warum setzt ihr euch für ein nationales Jugendzentrum ein und nicht für eine Begegnungsstätte für alle Jugendliche, egal welcher Herkunft sie sind ?

S. Schmidtke:Das versteht sich schon mit der ersten Frage eigentlich fast von selbst, da wir selber nicht mit irgendwelchen kriminellen Ausländern oder generell Menschen mit anderer Herkunft in einem Jugendzentrum sitzen wollen. Dieses ist kulturell und biologisch begründet. Jene Menschen sind eben anders, von der Mentalität und ihrer ganzen Art uns absolut fremd. Jede Volksgruppe hat ein eigenes Temperament, eine eigene Geschichte und Wurzeln, die Traditionen sind doch eben sehr verschieden und nicht zu leugnen, so das es eine Frage der Zeit ist, welches sich Spannungen und Konkurrenzverhalten bis zum Siedepunkt kaum vermeiden lassen, ohne das eine ethnische Gruppe auf ihr Selbstbestimmungsrecht verzichten würde. Daher ist es natürlich verkehrt, das alle in einem Jugendzentrum zusammen hocken. Schlimm genug ist es schon, dass es überhaupt Jugendzentren für Einwohner anderer Kulturen oder sonstiges hier in Berlin zu Massen gibt und diese zusätzlich noch mit Millionen Euro pro Jahr gefördert werden.


Redaktion:  Welche Aufgaben und Ziele werden mit der Schaffung dieses Jugendzentrums verfolgt?

S. Schmidtke:  Erstes Ziel ist natürlich, dass wir damit die Jugendlichen, so wie uns damals, aus dieser BRD- Multikultur-Gesellschaft raus ziehen und unseren Volksgenossen ein anderes, ein selbstbestimmtes und freies Leben als Deutsche aufzeigen und ermöglichen wollen. Wir wollen nicht in irgendwelche Moscheen, getarnt als tolerantes Jugendzentrum einkehren und dort uns den Koran oder ähnliches anhören. Genauso wenig nur diese englische Musik im Radio, die gemischte Deutsche Sprache (Deutsch-Türkisch) oder Lobeshymnen auf andere Kulturen und Völker. Die Verwirklichung von uns selbst hat oberste Priorität.


Redaktion:  Wie steht es mit der Umsetzung eines solchen Zentrums?

S. Schmidtke:Da muß man generell weiter zurück blicken. 2002/ 2003 als alles angefangen hat. Da war die Umsetzung ganz anders geplant. Der damalige Initiator bzw. die damaligen Initiatoren, die es versucht hatten, haben es auf eine andere Art und Weise probiert, wie wir heute. Sie wollten als gemeinnütziger Verein über den Bezirk Treptow/Köpenick an ein nationales Jugendzentrum herankommen. Ob es am fehlenden Arrangement oder Einsatzbereitschaft gelegen hat, möchte ich erstmal im Raum stehen lassen. In jedem Fall ist es nicht mal zu der Vereinsgründung gekommen. Obwohl sie über Monate und teilweise Jahre geplant war. Von daher ging es mit der Umsetzung, durch die eventuelle Förderung eigentlich schon in die Hose, bevor sie begonnen hatte. An die Förderung hat meines Erachtens niemals (zu Recht) jemand geglaubt. Inzwischen ist geplant, da wir keine Hilfe vom Staat erwarten und annehmen, dieses Jugendzentrum selbst zu finanzieren. Wir werden nicht betteln und auf Gelder dieses Staates angewiesen sein, sondern uns unser Jugendzentrums für unsere Jugend erkämpfen (müssen).


Redaktion:  Was wird für die Umsetzung getan?

S. Schmidtke: Generell kann man zu der Umsetzung sagen, es muss auf jeden Fall Geld gesammelt werden, damit man dieses Zentrum finanzieren kann. Es gibt inzwischen erfreulicherweise viele Spender, die allerdings leider noch nicht den Mut aufbringen, dieses offiziell zu vertreten. Dennoch sind wir überaus froh, sie an unserer Seite zu wissen, denn jeder Pfennig und jeder Volksgenosse zählt. Des Weiteren behalten wir uns noch andere Optionen offen. Die nun alle zu erwähnen, in einer Zeitung mit dieser großen Auflage, wäre ziemlich unklug. Der Staat und dessen Vertreter würden bei bekannt werden wieder einmal versuchen, uns etwaige Knüppel zwischen die Beine zu hauen. Über Spendengelder oder Sachwerte können wir uns bisher nicht beschweren, dennoch reicht es leider noch nicht, um dieses Projekt auch über einen gewissen Zeitpunkt hinaus halten zu können.


Redaktion:  Möchte der Bezirk bzw. dessen Vertreter euch in irgendeiner Form unterstützen?

S. Schmidtke: Diese Frage wurde in einem anderen Zusammenhang bereits beantwortet. Wir werden vom Bezirk nichts sehen und wir wollen nichts geschenkt bekommen von diesen unmenschlichen Vertretern der multikulturellen Gesellschaft.


Redaktion:  Wie sind die realistischen Möglichkeiten diese Forderung des nationalen Jugendzentrums in die Tat umzusetzen?

S. Schmidtke: Die Möglichkeiten sind äußerst realistisch. Vor allem seit dem wir die Idee hatten, mit der Selbstfinanzierung. Natürlich kann man mit 1000 Euro kein solches Zentrum errichten. Es geht natürlich in ganz andere Dimensionen. Wir sind aber auf einem sehr guten Wege unser Ziel in ferner Zukunft zu erreichen.


Redaktion: Habt Ihr schon ein Objekt in Aussicht?

S. Schmidtke: Leider haben wir bisher noch kein richtiges gefunden. Wir müssen uns zum größten Teil an Zwangsversteigerungen halten und dieses ist gar nicht so einfach. Wir haben die bisherigen Geldmittel natürlich nur in begrenzter Form und da muss es natürlich absolut hart durchgerechnet und durchkalkuliert sein. Man darf sich in diesem Augenblick keinen Fehler erlauben. Deswegen setzen wir uns dabei selbst nicht so unter Druck. Dieses Zentrum soll ja für die nächsten Jahre da sein.


Redaktion:  Ihr selber seit gar nicht mehr so jugendlich, warum dann dieser Einsatz für dieses Zentrum.

S. Schmidtke: Ganz klar, wir wollen Perspektiven und Zukunft, sofern es uns eben möglich ist, für unsere Jugend schaffen. Anlauf- und Treffpunkt soll es sein, genauso zum gemütlichem Beisammensein, Austausch von Erfahrungen dienen und Hilfestellungen anbieten um sich in dieser kalten, kranken Zeit zurecht zu finden. Die nächste Generation soll es besser haben, wir werden Brücken bauen zwischen allen Altersklassen. Die Jugend soll sich wieder selbst finden, die alten Respektieren und begreifen, welch Schicksal jedem einzelnen bevor steht. Dieses Gefühl, der Gemeinschaft anzugehören und diese dann auch zu leben ist ein hohes Gut, welches die Natur uns Menschen mitgegeben hat und die uns Jahrtausende vor dem Aussterben bewahrt hat. Auf die „Gemeinschaft“ mit Jimmy und Jonny bei einer Bong können wir sehr gut verzichten.


Redaktion:  Wenn jemand Interesse hat wie und womit hat er die Möglichkeit euer Anliegen zu unterstützen?

S. Schmidtke: Vorerst befindet sich dieses Anliegen im Moment natürlich auf unserer Weltnetzpräsents unter www.demo-berlin.net oder www.nw-berlin.net . Dort sind ebenfalls Telefonnummern zur Kontaktaufnahme angegeben, einfach anrufen, wir beißen nicht. Das Gespräch mit uns ruhig suchen, es gibt viele Arten der Unterstützung oder vielleicht hat jemand Vorschläge zur Verbesserung des Ganzen. Ein einfaches Spendenkonto bleibt uns von staatlicher Seite jedoch vorerst verwährt, daran wird allerdings ebenfalls gearbeitet um dieses Manko abzustellen. Als Vertreter dieser Kampagne danke ich euch für dieses Gespräch und die Möglichkeit, unserem Anliegen auch auf diesem Wege Nachdruck zu verleihen.


Am 6. Dezember 2008 findet der jährliche Höhepunkt von der Kampagne statt. Fast ein halbes Dutzend mal wurde dieser bereits erfolgreich bestritten. Auch dieses Jahr hoffen die Veranstalter der Demonstration auf einen regen Zustrom der Teilnehmer. Wir rufen die Bürger von Berlin auf: Geht am 6. Dezember auf die Straße! Fordert das für die heutige Jugend ein, was wir nie hatten - Perspektive!