Schnell, nur recht schnell hinein, hinein in das warme und gemütliche Kameradschaftsheim. Draußen war es weit unter 15 Grad minus, als sich mehr als zwei Dutzend Jungens und Mädels zum Vortragsabend einfanden. Unter ihnen Mitglieder der Jungen Nationaldemokraten Muldental, Gäste, Freunde – Kameraden. Alle wollte mehr wissen, mehr über den Ursprung der sächsischen Ortsnamen, welche wir zwar täglich zur Kenntnis nehmen, jedoch ohne zu wissen: Warum heißt denn Wurzen nun eben Wurzen, was bedeutet Grimma? Der Referent gab Auskunft und räumte mit der einen oder anderen Mär auf.
Kurz nach Weihnachten war es wieder soweit, die nunmehr dritte Winterwanderung im schönen Elbland stand an. Die Strecke, die wir dieses Mal gewählt hatten, führte uns an einem sehr geschichtsträchtigen Ort entlang, an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg. Es ging an den nach dem Befreiungskrieg gegen Napoleon, auf dessen Seite die Sachsen standen, aufgestellten Grenzsteinen entlang, wo Sachsen große Teile seiner Ländereien abtreten musste.
Zwischen den Jahren sollte man das scheidende Jahr Revue passieren lassen. Aber nicht nur eine persönliche Rückblende sollte in dieser Zeit erfolgen, sondern sollten wir auch im politischen Sinne unsere Taten hinterfragen und daraus Schlussfolgerungen für das neue Kampfjahr ziehen.
Die Vorbereitung des jährlichen Heldengedenkens ist immer von Arbeit, Kopfzerbrechen, Mühe und doch auch von viel Freude begleitet. Es beginnt mit der Suche eines geeigneten Platzes, der Beschaffung der Römer, des Tannengrüns, der Kranzschleifen und vielem mehr.
Bei uns im Elbland ging es am Mittwoch vor dem Volkstrauertag mit den Vorbereitungen los. Das Tannengrün wurde geschnitten und aufgeladen. Donnerstag stand die Vorbereitung des Platzes an. Am Freitagabend trafen sich die Kameraden und Freunde um gemeinsam die Kränze und Gestecke zu gestalten, was Zeit bis tief in die Nacht in Anspruch nahm. Sonnabend wurden die restlichen Arbeiten beendet, Gedenksteine gesäubert und noch die Schleifen abgeholt.
Gedenkaktionen zum Volkstrauertag auch in Nordsachsen
Das vergangene Wochenende stand im Schatten des Volkstrauertages, zu dem sich die nationale Bewegung in ganz Deutschland an den Gräbern ihrer Ahnen zum Heldengedenken versammelte. Auch in Nordsachsen fanden sich am Sonnabend und Sonntag Kameraden an den Ehrendenkmälern ein.
Schwer sind die Schritte durch das Laub und den Dreck. Die Platten der Gefallenen sind verdeckt, kaum erkennbar. Niemand kümmert sich um sie. Nur junge JN-Aktivisten versammelten sich wieder einmal in Eilenburg-Ost am Sonnabendmorgen um den Toten ihre Ehre zu erweisen. Die Stadt und die Kirche überlassen die Steine ihrem Schicksal. Also mussten die nationalen Aktivisten selbst Hand anlegen. Nachdem das Unkraut gezupft, das Laub geharkt und die Platten von anderem Unrat befreit worden waren, gingen die JNler nach Hause - um am nächsten Tag wieder zu kommen.